Verein für Deutsche Schäferhunde

Ortsgruppe Kolbermoor e.V.

LG Bayern-Süd

Schutzdienst

Lennox von Zornkeltinga beim Verbellen am Versteck

Beim Schutzdienst muss der Hund seine Wehrhaftigkeit und seinen Kampf- bzw. Wehrtrieb unter Beweis stellen. In dieser Disziplin ist es die Aufgabe des Hundes, einen Scheintäter zunächst aufzufinden und im Laufe von ‚Kampf-handlungen‘ durch Zubeißen an der Flucht zu hindern sowie Angriffe auf sei-nen Hundeführer durch Bisse abwehren. Dafür sind nicht alle Hunde geeig-net, nur Hunde mit sicherem Wesen und einem guten Nervenkostüm können in dieser Disziplin ausgebildet werden.

 

In der Regel haben die Hunde große Freude an dieser Arbeit, denn sie dürfen ‚Beute machen‘, sich austoben, kämpfen und sich so auspowern, wozu er sonst im häuslichen Umgang keine Möglichkeit hat. Dies setzt voraus, dass ein Gebrauchshund gesund, robust und fit ist, um die körperlichen Anstren-gungen zu verkraften. Dies verlangt von Ausbildern und Hundeführern die richtige Einschätzung und ein vernünftiges Augenmaß, um die Belastbarkeit und die Leistungsfähigkeit der Hunde richtig einzuschätzen.

 

Während des Schutzdienstes ist der Hund in einer hohen Trieblage, zum Teil sogar in einer Aggressionslage. Dies bedingt, dass der Hund den Anweisun-gen/Kommandos seines Hundeführers absoluten Gehorsam zollt und sich leiten lassen muß. Der Hund muss jederzeit 100%ig in der Hand des Hundeführers stehen und gleichzeitig belastbar, selbstsicher und wesensfest sein.

 

Die Kunst einer effizienten Schutzdienst-Ausbildung liegt in der Balance zwischen Förderung des aktiven, energischen Triebverhaltens und der konsequenten Umsetzung des zuverlässigen Gehorsams zu einem stabilen, sicheren Hund.

 

Dondo vom Kammberg bei der Abwehr eines Angriffs

Die wichtigsten Übungen des Schutzdienstes seien hier genannt:
- der Hund je nach Ausbildungsstufe bis zu sechs Verstecke ab, um einen 
  Scheintäter zu stellen und zu verbellen
- der Hund muss bei einem Fluchtversuch des Scheintäters nachrennen und
  durch Biss in den Hetzärmel die Flucht unterbinden
- der Scheintäter wird abgeführt und zu einer dritten Person (Richter) be-
  gleitet (‚Transport‘) 
- die letzte Übung heißt umgangssprachlich ‚die lange Flucht‘. Der Schein-
  täter tritt aus dem Versteck und läuft auf den Hund bzw. Hundeführer;
  dieser neuerliche  Angriff wird wieder durch Biss in den Hetzarm vereiteln.
- für alle Beißhandlungen gilt: auf Kommando muss der Hund auslassen und
  danach den Scheintäter bewachen.

 

Wenn ein Laie einen Schutzdienst verfolgt, könnte er annehmen, dass der Hund auf einen Menschen (Schutzdiensthelfer) gehetzt werden. Richtig ist jedoch, dass der Hund nur an dem Hetzärmel als Beute interessiert ist – darauf wird er trainiert. Ohne Ärmel oder außerhalb des Übungsplatzes wird ein ausgebildeter Gebrauchshund keinen Menschen angreifen. Eher ist das Gegenteil der Fall: durch diese Ausbildung ist der Hund ausge­glichener, gelassener und im Prinzip auch nervenfester. Ungewollte Beißhandlungen sind in unserem Verein noch nie vorgekommen.

 


Ansprechpartner Schutzdienst

 

Verein für Deutsche Schäferhunde

Ortsgruppe Kolbermoor e.V.

Feilnbacher Straße 9

83043 Bad Aibling

Tel.: 08023/ 10 80

kfz.fischer@t-online.de 

Infos für Mitglieder

zur Zeit keine Infos vorhanden 

Termine

ab 13.04.2019

Erziehungskurs für Hunde aller Rassen 

auf dem Trainingsgelände der OG Kolbermoor